1934 bis 2009:

75 Jahre Gastlichkeit und Kultur für die Solinger "Südstadt"

 

75 Jahre Gasthaus Schaaf:

75 Jahre Gasthaus Schaaf, das ist in der schnelllebigen Zeit eine lange Periode, besonders in der zurzeit enorm unter wirtschaftlichem Druck stehenden Gastronomie. Doch in 75 Jahren haben die Schaafs und in der Folge die Müllers immer Antworten gefunden, das Gasthaus an der Ritterstraße neu zu positionieren. Für das Jubiläumsjahr haben sich die jetzigen Betreiber, Felix und Philipp Müller, eine Neuausrichtung der Livemusik vorgesehen. Ab dem 8. Oktober gibt es eine neue Donnerstagsreihe. Im Partyservice setzt das Gasthaus Schaaf wieder auf den Gänselieferservice und den Lieferservice von Haxen und Krustenbraten auch in Solinger Betriebe. Ein Angebot, dass gerade auch in der Weihnachtszeit zur Mittagspause gerne angefragt wird, ist das Schaaf doch für pünktliche Lieferung bekannt, und bekannt für ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Zur Historie:
1934 sattelten Grete und Fritz Schaaf von Lebensmittelhandel auf Gastronomie um. An der Ritterstraße 8 kauften sie ein freistehendes Haus, das einst im Erd- und Untergeschoss eine Metzgerei beherbergte. Zusammen mit der traditionsreichen Brauerei Beckmann, deren Chef, Dr. Klaus Beckmann, der ein guter Freund von Fritz Schaaf war, entstand ein Konzept, das bis heute seine Gültigkeit hat: Einen Treffpunkt für die unmittelbare Nachbarschaft zu bieten, der „Südstadt“ von Dorp über Krahenhöhe bis nach Hästen ein Forum für den regen Austausch aller „Neuigkeiten“ und für Feiern aller Art zu schenken. Zugleich suchte und fand der sehr gute Geiger Fritz Schaaf auch den Kontakt und den Austausch mit dem kulturellen Lebens Solingens. Nazizeit, Krieg, Wiederaufbau und Wirtschaftswunder überstand das Konzept. Jedoch nicht, das Tochter Doris, eine promovierte Theaterwissenschaftlerin und Kultur-Journalistin, Goethe mit Kabänes, Küche mit Konzertsaal, Schankraum mit Schauspielhaus tauschte. Von 1967 bis Ende 1991 war das Lokal dann in den Händen verschiedener Pächter, Dr. Doris Müller machte sich an anderer Stelle verdient um die Stadt Solingen.
Felix und Philipp Müller hatten seit dem Sommer 1990 zwei Fragen zu klären: Technik und Ausstattung der Gaststätte waren einfach nicht mehr zeitgemäß. Für den Pächter war das kostenneutral, sprich bei gleich bleibender Pacht, nicht darstellbar. Der Vertrag wurde nicht verlängert und so stand im Sommer 1991 bei einer großen Familienrunde fest: „Wir machen es selber!“ Im Februar 1992 wurde aus der Gaststätte das Gasthaus Schaaf in seiner heutigen Form, im Sommer 1992 um den Biergarten erweitert. Einige Renovierungen später hat das Schaaf seinen heutigen Look und Standort als urige „Nahbereichskneipe“ mit regionaler Bedeutung für die Livekultur gefunden und gefestigt.
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75 Jahre Schaaf in der Presseschau: Mehr

 

 
 
15 Jahre Gasthaus Schaaf, die Historie
 

1934 sattelten Grete und Fritz Schaaf von Lebensmittelhandel auf Gastronomie um. An der Ritterstraße 8 kauften sie ein freistehendes Haus, das einst im Erd- und Untergeschoss eine Metzgerei beherbergte. Zusammen mit der traditionsreichen Brauerei Beckmann, deren Chef, Dr. Klaus Beckmann, der ein guter Freund von Fritz Schaaf war, entstand ein Konzept, das bis heute seine Gültigkeit hat: Einen Treffpunkt für die unmittelbare Nachbarschaft zu bieten, der „Südstadt“ von Dorp über Krahenhöhe bis nach Hästen ein Forum für den regen Austausch aller „Neuigkeiten“ und für Feiern aller Art zu schenken. Zugleich suchte und fand der sehr gute Geiger Fritz Schaaf auch den Kontakt und den Austausch mit dem kulturellen Lebens Solingens. Nazizeit, Krieg, Wiederaufbau und Wirtschaftswunder überstand das Konzept. Jedoch nicht, das Tochter Doris, eine promovierte Theaterwissenschaftlerin und Kultur-Journalistin, Goethe mit Kabänes, Küche mit Konzertsaal, Schankraum mit Schauspielhaus tauschte. Von 1967 bis Ende 1991 war das Lokal dann in den Händen verschiedener Pächter, zum Schluss von Kemal und Erika Marhez, die sich im legendären Bierbrunnen einen Namen gemacht hatten und die Gaststätte an der Ritterstraße dem Publikum aus der ganzen Stadt erfolgreich öffneten.

Parallel dazu hatten die Enkel der Schaafs, Felix und Philipp Müller seit dem Sommer 1990 zwei Fragen zu klären: Technik und Ausstattung der Gaststätte waren einfach nicht mehr zeitgemäß. Für den Pächter war das kostenneutral, sprich bei gleich bleibender Pacht, nicht darstellbar. Der Vertrag wurde nicht verlängert und so stand im Sommer 1991 bei einer großen Familienrunde fest: „Wir machen es selber!“

Nach aufwendigen Umbauten, die auch das ganze Haus betrafen, so zogen die beiden zukünftigen Wirte an ihren baldigen Arbeitsplatz, wurde Anfang 1992 die Konzession erteilt und der Eröffnungstermin auf den 21. Februar 1992 18 Uhr festgelegt. Das Schaaf gab sich anders. Holzboden und durchbrochene Räume gaben mehr Raum und zugleich mehr modernere Gemütlichkeit, auch wenn die weißen Wände und decken bald den aktuellen Terracotta-Tönen weichen mussten. Prunkstück der optischen Veränderung ist die Decke, die Malermeister Erwin Felder mit allerlei Postern klassischer Maler und satirischen Adaptionen berühmter Gemälde zu großer Einzigartigkeit verhalf, und durch das künstlerische Einbinden in eine imaginäre Bildergalerie ist die Schaaf-Decke noch heute eine Attraktion wie am ersten Tag. So mancher Stammgast lässt sein Augenpaar von der rauchenden Mona Lisa zu Michelangelos Engeln wandern.

Gastronomisch waren die ersten Jahre Lehrjahre. Träume mussten begraben werden. Es war mehr Arbeit als gedacht, die Erträge längst nicht so, wie geplant. Weitere Standbeine mussten her. Zunächst entstand der Biergarten, der mit seiner heutigen Holzterrasse unter altem Baumbewuchs von vielen Gästen als der schönste im südlichen Solingen bezeichnet wird. Ein Partyservice unter dem Motto „Die Kneipe kommt ins Haus“ zeigte sein Können nicht nur bei Stadtfesten oder dem Zöppkesmarkt, er wird bis heute von vielen Solinger Familien und Firmen gebucht. Auch das Lokal selbst ist für runde Geburtstage oder andere Familientreffen stets gefragt.

Doch zur Marke wurde das Gasthaus Schaaf sicherlich durch die Livemusik. Erste zaghafte Ansätze gab es bereits im Gründungsjahr. Auch hier wider Lehrgeld: Hohe Gagen ließen sich nicht erwirtschaften. Und Zuschussgeschäfte konnte man nicht brauchen. 1996 dann der Durchbruch: Viele Solinger Musiker traten für den Erlös an der Abendkasse auf. Kurz darauf installierte sich die Blues-Session mit den beiden Machern Stefan Binkenborn und Jens Filser. Ersterer lebt heute in Portugal und Filser ist einer der besten Gitarristen Deutschlands. Konzerte in Montreux beim weltbekannten Jazzfestival sind dafür der Beleg. So wir er haben viele Musiker dem Schaaf über ein Jahrzehnt die Treue gehalten. Herausragende Konzerte für die Solinger Klubszene sind so schon fast „Routine“ an der Ritterstraße. Einem musikalischen Standort mit Tradition übrigens: In den sechziger Jahren war es unter anderem Franz Schwarz der Mumms-Kultwirt, der der Ritterstraße in einem kleinen Kotten den Jazz einhauchte. Kein Wunder, dass die heutige Schaaf-Besatzung freundschaftliche Kontakte, die weit über den geschäftlichen Informationsaustausch hinausgehen, zum „Frenner“ pflegt. Auch zu vielen anderen Solinger Gastronomen bestehen gute bis sehr gute Kontakte.

Ist der 21. Februar 2007 eine Zäsur? Ja und Nein. Nein, weil vieles was sich in den letzten 15 Jahren an der Ritterstraße entwickelt hat nicht in Frage gestellt werden muss, ja nicht einmal darf. Die Stammgäste sind längst zur Familie geworden, die Neuankömmlinge gerne integriert. Der Partyservice hat sich etabliert. Die Livemusik hat ihren Ruf bis in den Köln/Bonner Raum, das Ruhrgebiet und das Sauerland längst gefestigt. Anfragen für Konzerte von Künstlern aus dem Ausland häufen sich und werden künftig das Programm bereichern. Und doch kann und muss man stets das eine oder Rädchen drehen, um das Angebot feinzujustieren.

Nun zum Ja. Die Anforderungen an die moderne Gastronomie sind gewaltig. Kleine Betriebe wie das Gasthaus Schaaf segeln als Jolle auf dem Meer, wo Systemgastronomen ganze Geleitzüge in den Wettbewerb schicken. Mit enormen Auswirkungen. Das so genannte Tagesgeschäft ist rückläufig. Der Bierkonsum sinkt stetig, trotz der WM-Ausnahme im letzten Jahr. Der Chat-Room im Internet ersetzt den Plausch am Tresen. Jugendliche sind kaum oder gar nicht für die traditionelle Gastronomie zu gewinnen. Alles nicht neu, aber immer aktueller. Auch das Gasthaus Schaaf wird sich der zunehmend an Bedeutung gewinnenden Stellung der Gastronomie als Dienstleister stellen. Immer mehr Events sollen für Abwechslung sorgen. Zum Jahresbeginn hat das Gasthaus Schaaf seine Fassbierangebote neu zusammengestellt. Mit der Trendmarke Bitburger Pils kam ein süffiges Pils dazu und ergänzt das König Pils, welches seit 15 Jahren viele Freunde im Schaaf hat. Kölsche Fröhlichkeit und Tradition im Feiern passen ins Schaaf, da passte Früh-Kölsch genau ins Konzept. Mit Frankenheim Alt hat das Schaaf nach wie vor den wichtigsten Düsseldorfer Privatbrauer an seiner Seite. Die Küche wird nach Karneval auf Wochenangebot umgestellt. Der Gast wird dann stets frisch zubereitet Speisen finden. Dabei wird die Schaaf-Küche internationaler. Trends und Klassiker der europäischen und internationalen Küche werden für den Solinger Gaumen neu kreiert und gekocht, gebraten, gedünstet und angerichtet. Ob das alles Erfolg hat? Die Gäste, „Dienstleistungsnehmer“, werden es entscheiden . . .

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